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FIRST LEGO League bei der "Robotikwoch" - LUXEMBURG




Wie bereits in unserem Blog und auf unseren Social-Media-Plattformen zu lesen war, haben wir in der vergangenen Woche an der "Robotikwoche" teilgenommen. Auf der einen Seite haben wir eines unserer Modelle ausgestellt und so Werbung für unsere Ausstellung und Börse im Juni gemacht. Ein herzlicher Dank geht dabei erneut an die Organisatoren.



Auf der anderen Seite war ich, Alain, als Juror aktiv bei der FIRST LEGO League. Bevor wir jedoch auf das Event selbst eingehen, möchten wir kurz erklären, worum es genau geht: Die FIRST Lego League ist ein Projekt von FIRST (For Inspiration and Recognition of Science and Technology) und LEGO Education, das im Jahr 2001 ins Leben gerufen wurde. Über 680.000 Teilnehmer aus mehr als 110 Ländern messen sich bei insgesamt 3.700 Veranstaltungen. Auch wenn es noch nicht bei jedem angekommen ist, handelt es sich hierbei um ein enorm großes und weitreichendes Event.


In Luxemburg wird die Veranstaltung seit diesem Jahr vom SCRIPT (Service de Coordination de la Recherche et de l'Innovation pédagogiques et technologiques) in Zusammenarbeit mit der VOAK (Flanders' Chamber of Commerce and Industry) aus Belgien organisiert.



Worum geht es genau bei den FIRST LEGO League Challenges? Die Challenges sind in vier Kategorien unterteilt: Grundwerte, Forschungsprojekt, Roboterdesign und Robot-Game.


Grundwerte:

In dieser Kategorie geht es um Teamwork. Wie hat sich das Team mit dem Thema beschäftigt, wie war der Spaß dabei? Welche Ideen hatte man, wie hat man sie umgesetzt? Diese Kategorie ist zwar abstrakt, spielt jedoch eine entscheidende Rolle bei der Bewertung.


Forschungsprojekt:

Hier wird eine Fragestellung definiert, mit der sich jedes Team auseinandersetzen muss. Dieses Jahr lautete die Anforderung: "Wie könnt ihr moderne Technologie und Künste nutzen, um andere für eure Leidenschaften zu begeistern und zu gewinnen?" Jedes Team wählt ein Thema für das Forschungsprojekt aus und präsentiert es der Jury. Die Art der Präsentation ist dabei frei. Diese Kategorie hat nichts mit bunten LEGO-Steinen zu tun, sondern konzentriert sich auf die Präsentation des Projekts.


Roboterdesign:

Hier steht die Frage im Vordergrund, wie der Roboter aussieht und warum er so gestaltet wurde. Gibt es Platzgründe, gibt es Zusatzmodule? Das Team stellt seinen Roboter vor und erklärt theoretisch, wie er funktioniert und wie die Ideen entwickelt wurden. Hier geht es um die Präsentation des Roboters, ohne dass seine tatsächliche Funktionalität gezeigt wird.


Robot-Game:

In dieser praktischen Kategorie dürfen die LEGO-Roboter auf das Spielfeld. Das Team hat 2:30 Minuten Zeit, um maximal 14 Aufgaben zu lösen und damit die meisten Punkte zu sammeln. Hier zählt die praktische Umsetzung, unabhängig von den vorherigen Vorbereitungen. Freud und Leid begleiten die Teams hier gleichermaßen.



Nach Abschluss aller Kategorien erfolgt eine Endabrechnung, und die besten Teams duellieren sich erneut an einem Finaltag. Jede Schule oder Klasse in Luxemburg konnte sich für dieses Event anmelden, vorausgesetzt die Teilnehmer waren zwischen 9 und 16 Jahren alt.


Der Finaltag beinhaltet auch einen "Galerie Run", bei dem qualifizierte Teams ihre Projekte den Besuchern vorstellen können. Eine Jury bewertet ebenfalls die Projekte an jedem Tisch.

Die FIRST Lego Education Challenge bewertet nicht nur eine Kategorie, sondern mehrere Faktoren. Um also zum großen Gewinner zu werden, muss man sich gut vorbereiten und in jeder Kategorie Punkte sammeln.



Nun zur "Robotikwoche" selbst: Diese fand vom 21. bis zum 24. Februar 2024 im Forum Geesseknäppchen in Merl/Hollerich in Luxemburg-Stadt statt. Neben den FIRST LEGO League Challenges gab es auch Wettbewerbe von Lux-Skills für Industrie- und Mobil-Robotik. Leider hatte ich keine Zeit, mich damit zu beschäftigen, und kann daher wenig dazu sagen.


Die Qualifikationsrunden fanden von Mittwoch bis Freitag statt, mit täglich etwa 20 Teams, die ihre Projekte vorstellten und ihre Roboter den Herausforderungen stellten. An diesen drei Tagen war ich hauptsächlich als Juror bei den Robot-Game Challenges aktiv und nahm die Wertung der einzelnen Runden vor. Es gab jeweils eine Proberunde und anschließend drei Wertungsrunden, wobei die beste der drei Wertungsrunden für jedes Team berücksichtigt wurde. Die Teams hatten also die Möglichkeit, nach jeder Runde Anpassungen am Roboter oder an der Programmierung vorzunehmen. Am Freitag war ich auch kurz in der Jury bei den Forschungsprojekten und dem Roboterdesign, um einen Einblick in die Vorgehensweise der Teams zu bekommen.



Nach diesen drei Tagen erfolgte eine Endabrechnung mit den erhaltenen Punkten aus Forschungsprojekt, Roboterdesign und Robot-Game. Die besten 24 Teams wurden für den Samstag eingeladen. Dabei gab es die eine oder andere Überraschung, da Teams, die in den Robot-Games schlechter platziert waren, sich durch gute Präsentationen noch für die Finals qualifizieren konnten.


Am Samstag, dem Finaltag, war viel los. Die besten 24 Teams duellierten sich um den Titel bzw. um die Top 3 Plätze, die zur Qualifikation der BeLux Spiele in Antwerpen führten. Besonders erfreulich an diesem Tag war, dass das Event für die Öffentlichkeit zugänglich war. Viele Menschen, hauptsächlich Eltern und Familienmitglieder, waren vor Ort und feuerten die Teams an. Es war sehr befriedigend zu sehen, dass die Arbeit und Mühe, die die Teilnehmer seit letzten September, hauptsächlich in ihrer Freizeit, investiert hatten, Anklang gefunden hatte und viele Besucher angezogen hatte. Hier möchte ich besonders den Besuch des Ministers für Bildung, Kinder und Jugend, Herrn Claude Meisch, hervorheben, der sich ebenfalls die Zeit genommen hat, dieses Event zu besuchen.


Am Finaltag konzentrierte sich alles auf die Robot-Games. Die Punkte aus den Innovationsprojekten wurden aus den Qualifikationsrunden übernommen. Dies hatte zur Folge, dass sich die Teams noch mehr auf die Wettbewerbe am Spielt

isch konzentrieren konnten und das Maximum herausholen wollten. Wie an den Vortagen gab es eine erste Proberunde mit anschließenden drei Wertungsrunden. Man konnte bei dem ein oder anderen Team merken, dass sie nach der Qualifikation weiter an ihren Robotern und an der Programmierung gearbeitet haben, um im Finale 5 oder 10 Punkte mehr zu erhalten. Dabei gab es auch das ein oder andere Mal kleine Enttäuschungen, wenn etwas nicht geklappt hat, obwohl der finale Score recht hoch war. Aber man konnte deutlich den positiven Ehrgeiz spüren, den die jungen Teilnehmer entwickelt haben.



Nach knappen 5 Stunden Wettbewerb am Samstag standen dann endlich die Gewinner in den verschiedenen Kategorien fest. Die vollständige Liste findet ihr am Ende dieses Blogs. Beachtenswert ist, dass es 17 verschiedene Preise und Gewinner gab. Somit konnte man viele glückliche Gesichter sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Coaches sehen. Die Coaches, hauptsächlich Lehrer, die einen Großteil ihrer Freizeit opfern, um mit den Kindern für dieses Event zu trainieren und zu tüfteln, verdienen hierbei einen großen Respekt. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass die Schüler bei diesem Event teilnehmen können.


Als Fazit meiner ersten Teilnahme an diesem Event, bei dem rund 500 Schüler plus Lehrpersonal teilgenommen haben, kann ich sagen, dass es extrem viel Spaß gemacht hat. Die Schüler und Coaches waren alle sehr nett und verständnisvoll. Es gab kaum Diskussionen, und fast immer konnte eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal die Organisatoren des SCRIPT, Laurene, Andy, Pascal und das restliche Team, loben. Sie haben viel Zeit, Energie, Herzblut und Leidenschaft in dieses Event gesteckt, um ein rundum gelungenes Event zu gestalten. Die Räume, Aufgaben- und Teamtische waren tagtäglich optimal vorbereitet, damit Teams und Juroren optimal arbeiten konnten. Meines Wissens nach gab es keine Beanstandungen am Event, und man kann die Organisation nur beglückwünschen. Die Weichen für ein erfolgreiches Event im Jahr 2025 sind gestellt...


Wenn euer Ehrgeiz nun geweckt wurde und ihr gerne mit eurer Klasse oder Arbeitsgruppe an diesem Event teilnehmen möchtet, könnt ihr euch gerne für die nächste Ausgabe anmelden. Nutzt dazu einfach diesen Link zur Registrierung.


Angesichts der Tatsache, dass bei der ersten Ausgabe nur 6 Teams teilnahmen, sind wir nun beim Zehnfachen angelangt. Die Organisation eines solchen Events erfordert jedoch eine beträchtliche Anzahl von ehrenamtlichen Helfern, insbesondere im Bereich der Jury. Wenn du also Zeit und Interesse hast, kannst du dich gerne als Juror melden und Teil der nächsten FIRST LEGO League werden. Vorkenntnisse im Bildungsbereich oder im Umgang mit Lego sind nicht zwingend erforderlich.


Gallery Walk

+ Team: Team Renert

+ School: Synecosport


Jury Award

+ Team: DZ Lego

+ School: EF Differdange Centre


Robot Game Award III

+ Team: Team Lego Hamm

+ School: EF Hamm


Robot Game Award II

+ Team: Small Builders Schieren

+ School: EF Schieren


Robot Game Award I

+ Team: LegoMasterPower

+ School: EF Gilsdorf


Robot Design Award III

+ Team: Äerdbierfiiss

+ School: EF Steesel


Robot Design Award II

+ Team: Artificial Intelligence

+ School: Schengen-Lyzeum


Robot Design Award I

+ Team: Team Billek

+ School: EF Dreiborn Billek


Innovation Project Award III

+ Team: Team Renert

+ School: Synecosport


Innovation Project Award II

+ Team: Widdego

+ School: EF Widdem-Kayl


Innovation Project Award I

+ Team: AW-Admirale

+ School: EF Albert Wingert


Core Values Award III

+ Team: YoungITeam

+ School: LAML


Core Values Award II

+ Team: Racoon Kids

+ School: EF Woiwer


Core Values Award I

+ Team: WObots

+ School: EF Wobrécken


Champions Award III

+ Team: Team Lego Knuffs

+ School: EF Schieren


Champions Award II

+ Team: Lenkids

+ School: EF Lenkeschléi


Champions Award I

+ Team: Lux City

+ School: EF Gilsdorf


Wir möchten allen Teams herzlich zu ihren Leistungen gratulieren und den drei siegreichen Teams unsere besten Wünsche übermitteln. Wir drücken fest die Daumen für eine hervorragende Platzierung und möglicherweise den Erhalt des goldenen Tickets für die finale Runde in den USA!


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